Husten & Reizhusten

Husten ist eines der häufigsten Symptome in der Allgemeinmedizin und meist Folge eines Infekts der Atemwege. In der Video-Sprechstunde klären unsere Ärztinnen und Ärzte Dauer, Auslöser und Warnzeichen ab und besprechen mit Ihnen eine symptomatische Behandlung. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept oder eine Krankschreibung ausgestellt werden.

12 Ärzt:innen jetzt verfügbar

Überblick

Husten ist ein Schutzreflex, mit dem die Atemwege Schleim, Krankheitserreger und Fremdstoffe hinausbefördern. Er ist damit zunächst keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen. Medizinisch wird vor allem nach der Dauer unterschieden: Ein akuter Husten besteht bis zu acht Wochen und ist meist Folge eines Virusinfekts der oberen Atemwege; er klingt in der Regel von selbst wieder ab. Hält der Husten länger als acht Wochen an, spricht man von chronischem Husten, der gezielt abgeklärt werden sollte. Außerdem wird zwischen trockenem Reizhusten ohne Auswurf und produktivem Husten mit Schleim unterschieden. In der Video-Sprechstunde erfragen unsere Ärztinnen und Ärzte Dauer, Verlauf, Begleitsymptome und mögliche Warnzeichen. Auf dieser Grundlage besprechen sie mit Ihnen eine symptomatische Behandlung; nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept, eine Krankschreibung oder eine Empfehlung zur weiteren Abklärung vor Ort ausgestellt werden.

Häufige Ursachen

Die mit Abstand häufigste Ursache eines akuten Hustens sind virale Infekte der oberen Atemwege, etwa Erkältungen oder eine akute Bronchitis. Nach einem solchen Infekt kann ein trockener Reizhusten als sogenannter postinfektiöser Husten noch mehrere Wochen bestehen bleiben, ohne dass dies gefährlich sein muss. Weitere mögliche Ursachen sind eine Nasennebenhöhlenentzündung mit Schleimfluss im Rachen, Allergien wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale sowie Sodbrennen mit Rückfluss von Magensäure (Reflux). Bei Raucherinnen und Rauchern ist der sogenannte Raucherhusten häufig; er kann Zeichen einer chronischen Bronchitis oder COPD sein. Auch bestimmte Medikamentenklassen, etwa einige Blutdrucksenker (ACE-Hemmer), können einen trockenen Reizhusten auslösen. Seltener stecken eine Lungenentzündung, Keuchhusten oder andere ernsthafte Erkrankungen dahinter – gerade deshalb sind Dauer und Begleitsymptome für die ärztliche Einschätzung entscheidend.

Wann zum Arzt?

Ein akuter Husten im Rahmen einer Erkältung kann in der Regel zunächst symptomatisch behandelt werden. Ärztlich abklären lassen sollten Sie den Husten, wenn er länger als acht Wochen besteht, sich nach anfänglicher Besserung wieder deutlich verschlechtert oder von hohem Fieber über mehr als drei Tage begleitet wird. Warnzeichen sind außerdem blutiger Auswurf, ungewollter Gewichtsverlust, starker Nachtschweiß, Atemgeräusche wie Pfeifen sowie Husten bei bekannter Herz- oder Lungenerkrankung oder geschwächtem Immunsystem. Auch bei Kleinkindern, in der Schwangerschaft und bei bellendem Husten mit Atemnot ist eine zeitnahe ärztliche Vorstellung sinnvoll. Wählen Sie sofort den Notruf 112, wenn akute Atemnot, Blaufärbung der Lippen, starke Brustschmerzen, Verwirrtheit oder der Verdacht auf einen eingeatmeten Fremdkörper besteht. Die Video-Sprechstunde hilft Ihnen, diese Situationen einzuordnen – ersetzt im Notfall aber keinesfalls den Rettungsdienst.

Symptome & Indikationen

Trockener Reizhusten ohne Auswurf Produktiver Husten mit Schleim (Auswurf) Kratzen und Trockenheitsgefühl im Hals Hustenattacken, vor allem nachts oder im Liegen Heiserkeit und belegte Stimme Brennen oder Wundgefühl hinter dem Brustbein beim Husten Begleitender Schnupfen oder leichte Erkältungszeichen Anhaltender Husten nach einem abgeklungenen Infekt (postinfektiöser Husten)

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung
  • Inhalation mit Wasserdampf oder isotoner Kochsalzlösung
  • Hustenstillende Wirkstoffklassen (Antitussiva) bei quälendem trockenem Reizhusten – nach ärztlicher Einschätzung
  • Schleimlösende Wirkstoffklassen (Expektoranzien) bei produktivem Husten
  • Pflanzliche Hustenpräparate, etwa mit Efeu, Thymian oder Primelwurzel
  • Honig und Lutschtabletten zur Reizlinderung (Honig nicht für Kinder unter einem Jahr)
  • Verzicht auf Rauchen und Meidung von Reizstoffen

Wichtige Hinweise

  • Eine Video-Sprechstunde ersetzt keine körperliche Untersuchung: Abhören der Lunge, Röntgenaufnahmen oder Laboruntersuchungen sind aus der Ferne nicht möglich. Bei unklaren oder anhaltenden Beschwerden kann eine Vorstellung in einer Praxis erforderlich sein.
  • Suchen Sie zeitnah eine Ärztin oder einen Arzt vor Ort auf, wenn der Husten länger als acht Wochen besteht, Sie Blut abhusten, hohes Fieber über mehrere Tage anhält oder Sie ungewollt Gewicht verlieren.
  • Bei akuter Atemnot, Blaufärbung der Lippen, starken Brustschmerzen oder Verdacht auf einen eingeatmeten Fremdkörper wählen Sie sofort den Notruf 112.
SO FUNKTIONIERT ES

Ablauf bei OpenClinic24

SCHRITT 01

Fragebogen ausfüllen

Kurze Angaben zu Ihren Beschwerden

SCHRITT 02

Ärzt:in verbindet sich

Video-Sprechstunde in wenigen Minuten

SCHRITT 03

Dokumente erhalten

Rezept, Krankschreibung oder Überweisung digital

Geschätzte Wartezeit

~ Min. Wartezeit

Verwandte Behandlungen

Weitere Beschwerden, die wir per Video-Sprechstunde behandeln.

JETZT VERFÜGBAR

Video-Sprechstunde — meist <15 min Wartezeit

Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Wann gilt Husten als chronisch – und was bedeutet das für mich?

Als chronisch gilt ein Husten, der länger als acht Wochen anhält. Er sollte gezielt ärztlich abgeklärt werden, weil dann auch Ursachen wie Asthma, Reflux, chronische Bronchitis oder Nebenwirkungen von Medikamenten infrage kommen. In der Video-Sprechstunde kann eine erste Einordnung erfolgen; häufig ist ergänzend eine Untersuchung vor Ort sinnvoll, etwa mit Lungenfunktionstest oder Röntgenaufnahme.

Kann ich in der Video-Sprechstunde ein Rezept gegen Husten erhalten?

Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept ausgestellt werden, zum Beispiel über hustenstillende oder schleimlösende Wirkstoffklassen. Ob ein Medikament sinnvoll ist, hängt von Art und Dauer des Hustens sowie von Ihren Vorerkrankungen ab. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Rezept besteht nicht; die Entscheidung trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Was kostet die Video-Sprechstunde bei Husten und wer übernimmt die Kosten?

Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Privatversicherte können die Rechnung in der Regel bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen; die Erstattung richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung. Gesetzlich Versicherte können das Angebot ebenfalls als Selbstzahler nutzen; eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenkasse erfolgt dabei üblicherweise nicht.

Bekomme ich bei Husten auch eine Krankschreibung per Video?

Ja, nach ärztlicher Einschätzung kann im Rahmen der Video-Sprechstunde eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden, wenn die Beschwerden dies rechtfertigen. Dauer und Umfang legt die Ärztin oder der Arzt individuell fest. Bei schweren oder unklaren Verläufen kann stattdessen eine Untersuchung vor Ort empfohlen werden.

Was hilft gegen nächtlichen Reizhusten?

Reizlindernd wirken oft ausreichendes Trinken, Honig (nicht bei Kindern unter einem Jahr), Lutschtabletten und eine leicht erhöhte Lagerung des Oberkörpers. Trockene Heizungsluft lässt sich durch Lüften oder feuchte Tücher mildern. Bei quälendem trockenem Reizhusten kann nach ärztlicher Einschätzung vorübergehend eine hustenstillende Wirkstoffklasse sinnvoll sein, insbesondere wenn der Schlaf erheblich gestört ist.