Überblick
Haarausfall (Effluvium) bezeichnet einen vermehrten Verlust von Kopfhaaren, der über das normale tägliche Maß hinausgeht. Er kann sich als schleichende Ausdünnung, kreisrunde kahle Stellen oder gleichmäßig diffuse Lichtung zeigen. Je nach Form verläuft er langsam fortschreitend oder vorübergehend. Eine ärztliche Einordnung hilft, den Typ zu bestimmen und die passende Behandlung auszuwählen.
Häufige Ursachen
Die häufigste Form ist die androgenetische Alopezie, eine erblich-hormonell bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln. Diffuser Haarausfall entsteht oft durch Nährstoffmangel (etwa Eisen oder Zink), Schilddrüsenstörungen, Stress, Infekte, Fieber oder in den Monaten nach einer Schwangerschaft. Auch bestimmte Medikamente und Autoimmunprozesse wie bei der Alopecia areata können auslösend sein. Die genaue Ursache bestimmt maßgeblich die weitere Therapie.
Wann zum Arzt?
Ärztliche Abklärung ist sinnvoll bei plötzlichem oder rasch fortschreitendem Haarausfall, kahlen Stellen, entzündeter, schuppender oder vernarbender Kopfhaut sowie bei zusätzlichen Beschwerden wie Müdigkeit oder Gewichtsveränderungen, die auf eine Grunderkrankung hindeuten können. Auch anhaltende psychische Belastung durch den Haarverlust rechtfertigt ein Gespräch. Bei Fieber mit stark schmerzender, eitriger Kopfhaut sollte zeitnah eine ärztliche Vorstellung erfolgen.