Überblick
Genitalwarzen, medizinisch Condylomata acuminata und umgangssprachlich Feigwarzen genannt, sind gutartige Wucherungen der Haut und Schleimhaut im Intim- und Analbereich. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und betreffen Frauen wie Männer gleichermaßen. Verursacht werden sie durch bestimmte Typen des humanen Papillomvirus (HPV), meist durch die Niedrigrisiko-Typen. Viele Betroffene empfinden die Veränderungen als belastend und schämen sich, deshalb ärztliche Hilfe zu suchen. Genau hier setzt die Video-Sprechstunde an: Sie können veränderte Hautstellen diskret und ortsunabhängig per Foto zeigen und erhalten eine erste ärztliche Einschätzung, ohne im Wartezimmer sitzen zu müssen. Feigwarzen sind zwar gut behandelbar, neigen aber zum Wiederauftreten. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die Ausbreitung zu begrenzen und die Ansteckung anderer zu vermeiden.
Häufige Ursachen
Genitalwarzen entstehen durch eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus, das überwiegend beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Der Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut genügt für eine Ansteckung, weshalb Kondome das Risiko senken, aber keinen vollständigen Schutz bieten. Zwischen Ansteckung und sichtbaren Warzen können Wochen bis Monate vergehen. Ein geschwächtes Immunsystem, häufig wechselnde Sexualpartner, Rauchen sowie andere Genitalinfektionen können die Entstehung begünstigen. Auch in der Schwangerschaft können Feigwarzen vermehrt auftreten oder rascher wachsen. Nicht jede HPV-Infektion führt zu sichtbaren Warzen; das Virus kann lange unbemerkt bleiben. Die HPV-Impfung schützt vor den häufigsten auslösenden Virustypen und ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme, besonders wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt.
Wann zum Arzt?
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Sie neue Knötchen, Wucherungen oder Hautveränderungen im Genital- oder Analbereich bemerken, damit die Ursache abgeklärt werden kann. Eine ärztliche Untersuchung vor Ort ist besonders wichtig bei schnell wachsenden, blutenden, verhärteten oder verfärbten Veränderungen, bei Beschwerden in der Schwangerschaft, bei geschwächtem Immunsystem sowie wenn eine Selbstbehandlung nicht anschlägt. Auch unklare oder wiederkehrende Befunde gehören ärztlich beurteilt, um andere Erkrankungen sicher auszuschließen. Alarmzeichen wie starke, zunehmende Schmerzen mit hohem Fieber, eine ausgedehnte gerötete Schwellung oder eine anhaltende starke Blutung erfordern eine umgehende ärztliche Vorstellung. Bei lebensbedrohlichen Zeichen wie Atemnot, Bewusstseinsstörung oder Kreislaufversagen wählen Sie sofort den Notruf 112.