Genitalwarzen (Feigwarzen)

Genitalwarzen, auch Feigwarzen oder Condylomata acuminata genannt, sind gutartige Hautwucherungen im Genital- und Analbereich. Sie werden durch bestimmte Typen des humanen Papillomvirus (HPV) verursacht und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Über die Video-Sprechstunde von OpenClinic24 können Sie veränderte Hautstellen diskret per Foto zeigen und ärztlich einschätzen lassen.

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Überblick

Genitalwarzen, medizinisch Condylomata acuminata und umgangssprachlich Feigwarzen genannt, sind gutartige Wucherungen der Haut und Schleimhaut im Intim- und Analbereich. Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und betreffen Frauen wie Männer gleichermaßen. Verursacht werden sie durch bestimmte Typen des humanen Papillomvirus (HPV), meist durch die Niedrigrisiko-Typen. Viele Betroffene empfinden die Veränderungen als belastend und schämen sich, deshalb ärztliche Hilfe zu suchen. Genau hier setzt die Video-Sprechstunde an: Sie können veränderte Hautstellen diskret und ortsunabhängig per Foto zeigen und erhalten eine erste ärztliche Einschätzung, ohne im Wartezimmer sitzen zu müssen. Feigwarzen sind zwar gut behandelbar, neigen aber zum Wiederauftreten. Eine frühzeitige Abklärung hilft, die Ausbreitung zu begrenzen und die Ansteckung anderer zu vermeiden.

Häufige Ursachen

Genitalwarzen entstehen durch eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus, das überwiegend beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Der Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut genügt für eine Ansteckung, weshalb Kondome das Risiko senken, aber keinen vollständigen Schutz bieten. Zwischen Ansteckung und sichtbaren Warzen können Wochen bis Monate vergehen. Ein geschwächtes Immunsystem, häufig wechselnde Sexualpartner, Rauchen sowie andere Genitalinfektionen können die Entstehung begünstigen. Auch in der Schwangerschaft können Feigwarzen vermehrt auftreten oder rascher wachsen. Nicht jede HPV-Infektion führt zu sichtbaren Warzen; das Virus kann lange unbemerkt bleiben. Die HPV-Impfung schützt vor den häufigsten auslösenden Virustypen und ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme, besonders wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt.

Wann zum Arzt?

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Sie neue Knötchen, Wucherungen oder Hautveränderungen im Genital- oder Analbereich bemerken, damit die Ursache abgeklärt werden kann. Eine ärztliche Untersuchung vor Ort ist besonders wichtig bei schnell wachsenden, blutenden, verhärteten oder verfärbten Veränderungen, bei Beschwerden in der Schwangerschaft, bei geschwächtem Immunsystem sowie wenn eine Selbstbehandlung nicht anschlägt. Auch unklare oder wiederkehrende Befunde gehören ärztlich beurteilt, um andere Erkrankungen sicher auszuschließen. Alarmzeichen wie starke, zunehmende Schmerzen mit hohem Fieber, eine ausgedehnte gerötete Schwellung oder eine anhaltende starke Blutung erfordern eine umgehende ärztliche Vorstellung. Bei lebensbedrohlichen Zeichen wie Atemnot, Bewusstseinsstörung oder Kreislaufversagen wählen Sie sofort den Notruf 112.

Symptome & Indikationen

Kleine, hautfarbene bis rötliche Knötchen im Genital- oder Analbereich Blumenkohlartig gruppierte Wucherungen Weiche, teils gestielte Hautveränderungen an Scheide, Penis oder After Leichter Juckreiz oder Brennen an den betroffenen Stellen Gelegentliches Nässen oder Wundsein zwischen den Warzen Selten leichte Blutungen nach Reibung oder Geschlechtsverkehr Fremdkörpergefühl im Intimbereich Meist keine oder nur geringe Schmerzen

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ärztliche Beurteilung der Hautveränderung anhand von Fotos in der Video-Sprechstunde
  • Nach ärztlicher Einschätzung kann eine topische Selbstbehandlung mit warzenauflösenden Wirkstoffen erwogen werden
  • Nach ärztlicher Einschätzung können immunmodulierende Cremes zur äußerlichen Anwendung in Betracht kommen
  • Aufklärung zu Übertragung, Kondomgebrauch und Schutz der Partnerin oder des Partners
  • Empfehlung zur HPV-Impfung als vorbeugende Maßnahme nach ärztlicher Beratung
  • Überweisung zur ärztlichen Vor-Ort-Behandlung (z. B. Vereisung, Laser oder operative Abtragung) bei Bedarf
  • Kontrolltermine zur Verlaufsbeurteilung, da Feigwarzen wiederkehren können

Wichtige Hinweise

  • Die Fernbehandlung eignet sich für erste Einschätzung und topische Therapie. Eine sichere Diagnose oder Entfernung ausgedehnter Befunde erfordert häufig eine körperliche Untersuchung vor Ort.
  • Bei ausgeprägten, schnell wachsenden, blutenden oder verhärteten Veränderungen ist eine persönliche ärztliche Abklärung erforderlich, um andere Ursachen auszuschließen.
  • In der Schwangerschaft, bei geschwächtem Immunsystem oder unklarem Befund sollte immer eine ärztliche Untersuchung vor Ort erfolgen.
  • Bei starken Schmerzen mit hohem Fieber, ausgedehnter Rötung mit Schwellung oder anhaltender starker Blutung suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe; bei lebensbedrohlichen Zeichen wählen Sie den Notruf 112.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Video-Sprechstunde Genitalwarzen sicher diagnostizieren?

Die Ärztin oder der Arzt kann anhand hochgeladener Fotos und Ihrer Schilderung eine erste Einschätzung vornehmen und Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Eine endgültige Diagnose oder die Entfernung ausgedehnter Warzen erfordert oft eine körperliche Untersuchung vor Ort. Die Fernbehandlung ist besonders geeignet, wenn Ihnen der Gang in die Praxis unangenehm ist und Sie eine diskrete erste Abklärung wünschen.

Muss ich intime Fotos hochladen und ist das sicher?

Für die Beurteilung ist ein Foto der betroffenen Hautstelle hilfreich. Alle Daten werden verschlüsselt in Deutschland gespeichert und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht sowie der DSGVO. Nur die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt hat Zugriff auf Ihre Unterlagen.

Was kostet die Behandlung und übernimmt meine Versicherung die Kosten?

OpenClinic24 rechnet als Selbstzahler- und Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Privatversicherte und Beihilfeberechtigte können die Rechnung in der Regel bei ihrer Versicherung einreichen; die Erstattung richtet sich nach Ihrem individuellen Tarif. Gesetzlich Versicherte tragen die Kosten als Selbstzahler. Ein etwaiges Privatrezept sowie die Apothekenkosten sind nicht im Beratungshonorar enthalten.

Kann ich ein Rezept für eine Creme gegen Feigwarzen erhalten?

Nach ärztlicher Einschätzung kann bei geeigneten Befunden ein Privatrezept für eine topische Therapie ausgestellt werden, etwa für warzenauflösende oder immunmodulierende Wirkstoffe zur äußerlichen Anwendung. Ob eine Verordnung möglich und sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall. Ein Rezept kann nicht garantiert werden.

Kann ich meine Partnerin oder meinen Partner anstecken?

Ja, Genitalwarzen sind ansteckend und werden überwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome senken das Risiko, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz, da auch nicht bedeckte Hautstellen betroffen sein können. Die Ärztin oder der Arzt berät Sie zu Schutzmaßnahmen und zur vorbeugenden HPV-Impfung.