Überblick
Schlaflosigkeit (Insomnie) bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, obwohl ausreichend Gelegenheit zum Schlafen besteht. Viele Menschen erleben vorübergehende Phasen schlechten Schlafs, die von selbst wieder abklingen. Halten die Beschwerden über Wochen an und beeinträchtigen sie den Alltag spürbar, spricht man von einer chronischen Insomnie, die sich mit geeigneter Unterstützung meist gut behandeln lässt.
Häufige Ursachen
Häufige Auslöser sind Stress sowie berufliche oder private Belastungen und Sorgen, die das nächtliche Gedankenkreisen fördern. Auch ungünstige Schlafgewohnheiten, unregelmäßige Schlafzeiten, Koffein, Alkohol oder Bildschirmnutzung am Abend können den Schlaf stören. Körperliche Erkrankungen, Schmerzen und hormonelle Veränderungen zählen ebenso zu den Risikofaktoren wie psychische Belastungen, etwa Ängste oder depressive Verstimmungen. Manche Medikamente beeinflussen den Schlaf zusätzlich.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn Schlafprobleme länger als einige Wochen bestehen, den Alltag deutlich beeinträchtigen oder mit ausgeprägter Tagesmüdigkeit einhergehen. Warnzeichen sind lautes Schnarchen mit Atemaussetzern, anhaltende Erschöpfung trotz Schlaf sowie eine dauerhaft gedrückte Stimmung. Bei akuten Krisen mit Suizidgedanken wählen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).