Überblick
Die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) gehört zu den häufigsten Erkrankungen der oberen Atemwege. Dabei entzünden sich die Schleimhäute der luftgefüllten Hohlräume in Stirn, Wangen und rund um die Nase, meist im Anschluss an einen gewöhnlichen Schnupfen. Die Schleimhäute schwellen an, das Sekret kann nicht mehr richtig abfließen, und es entsteht ein Druckgefühl im Gesicht, das sich beim Bücken häufig verstärkt. In den meisten Fällen ist die akute Sinusitis viral bedingt und heilt innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst ab. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 erhebt die Ärztin oder der Arzt eine strukturierte Anamnese: Dauer und Verlauf der Beschwerden, Lokalisation der Schmerzen, Begleitsymptome und relevante Vorerkrankungen. Auf dieser Grundlage kann nach ärztlicher Einschätzung eine Therapie eingeleitet werden, etwa mit abschwellenden oder kortisonhaltigen Nasensprays. Ein Privatrezept kann bei entsprechender Indikation nach GOÄ ausgestellt werden; die Abrechnung erfolgt als Privatleistung für PKV-Versicherte und Selbstzahler.
Häufige Ursachen
Auslöser einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind in den meisten Fällen Viren, die zunächst einen gewöhnlichen Schnupfen verursachen. Durch die Schwellung der Nasenschleimhaut verengen sich die Verbindungsgänge zu den Nebenhöhlen, das Sekret staut sich, und Krankheitserreger können sich leichter vermehren. Seltener entwickelt sich im Verlauf eine bakterielle Superinfektion. Begünstigende Faktoren sind anatomische Engstellen wie eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Nasenmuscheln, Nasenpolypen, allergischer Schnupfen – etwa bei Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie –, Zahnentzündungen im Oberkiefer sowie Rauchen und trockene Raumluft. Wer wiederholt betroffen ist oder länger als zwölf Wochen unter Beschwerden leidet, kann eine chronische Sinusitis entwickelt haben. In diesem Fall ist eine weiterführende Abklärung sinnvoll, um die zugrunde liegende Ursache gezielt behandeln zu können.
Wann zum Arzt?
Eine unkomplizierte Sinusitis können Sie zunächst mit Nasenspülungen, Dampfinhalation und ausreichender Flüssigkeitszufuhr begleiten. Ärztlicher Rat ist angezeigt, wenn die Beschwerden länger als zehn Tage anhalten, sich nach anfänglicher Besserung erneut verschlechtern, Fieber über 38,5 °C auftritt oder starke einseitige Gesichtsschmerzen bestehen. Auch bei wiederkehrenden Episoden oder Verdacht auf eine allergische Ursache ist eine ärztliche Einschätzung sinnvoll. Suchen Sie umgehend eine Praxis oder Notaufnahme auf, wenn Schwellungen oder Rötungen an Augenlidern oder Stirn, Sehstörungen, Doppelbilder oder starke Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit auftreten. Bei Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder rasch zunehmender Schwellung im Gesicht wählen Sie sofort den Notruf 112. Diese Zeichen können auf eine seltene, aber ernste Ausbreitung der Entzündung auf Augenhöhle oder Hirnhäute hinweisen und erfordern eine sofortige Behandlung vor Ort.