Verhütung (Pille online)

Die Antibabypille gehört zu den am häufigsten verwendeten Verhütungsmitteln in Deutschland. In der Video-Sprechstunde können Sie Ihr Folgerezept bequem online anfragen – nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept nach GOÄ ausgestellt werden. Eine Erstverordnung erfordert eine besonders sorgfältige Prüfung Ihrer Risikofaktoren und ist online nur eingeschränkt möglich.

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Überblick

Hormonelle Verhütung mit der Antibabypille gehört zu den am weitesten verbreiteten Methoden der Schwangerschaftsverhütung in Deutschland. Viele Frauen nehmen ihr Präparat über Jahre gut verträglich ein und benötigen lediglich in regelmäßigen Abständen ein neues Rezept. Genau hierfür eignet sich die Video-Sprechstunde besonders gut: Sie schildern der Ärztin oder dem Arzt, welches Präparat Sie einnehmen, wie Sie es vertragen und ob sich Ihre gesundheitliche Situation verändert hat. Nach ärztlicher Einschätzung kann anschließend ein Privatrezept ausgestellt werden, das Sie in jeder Apotheke einlösen können. Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); privat Versicherte können die Rechnung bei ihrer Versicherung einreichen. Wichtig zu wissen: Ein Rezept wird nie automatisch ausgestellt. Die Ärztin oder der Arzt prüft in jedem Einzelfall Risikofaktoren wie Rauchen, Alter, Migräne oder Thrombosen in der Vorgeschichte und kann die Verordnung ablehnen oder eine persönliche Untersuchung empfehlen.

Häufige Ursachen

Der häufigste Anlass für eine Online-Verhütungsberatung ist ein aufgebrauchtes Rezept: Die Packung geht zur Neige, der nächste Termin in der gynäkologischen Praxis liegt aber noch Wochen entfernt oder ist nach einem Umzug noch gar nicht vereinbart. Weitere typische Anliegen sind Unsicherheiten nach Einnahmefehlern – etwa einer vergessenen Pille, Erbrechen oder Durchfall – sowie Fragen zu Wechselwirkungen mit neu verordneten Medikamenten, zum Beispiel bestimmten Antibiotika oder Johanniskraut-Präparaten. Manche Frauen wünschen einen Präparatewechsel wegen Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen. Schließlich besteht häufig Beratungsbedarf zu Alternativen, wenn sich Lebensumstände oder Risikofaktoren verändert haben – von Gestagen-Monopräparaten über Verhütungsring und Hormonspirale bis zu nicht-hormonellen Methoden.

Wann zum Arzt?

Eine persönliche Vorstellung in einer gynäkologischen Praxis ist ratsam, wenn Sie die Pille zum ersten Mal einnehmen möchten, wenn neue Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Migräne mit Aura oder starkes Rauchen hinzugekommen sind oder wenn ungewöhnliche Blutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder tastbare Veränderungen der Brust auftreten. Auch die regelmäßige gynäkologische Vorsorge sollte unabhängig von der Online-Rezeptanfrage wahrgenommen werden. Rufen Sie sofort den Notruf 112, wenn unter hormoneller Verhütung Warnzeichen einer Thrombose oder Embolie auftreten: plötzliche Atemnot, Schmerzen oder Engegefühl in der Brust, einseitige Schwellung oder Schmerzen im Bein, plötzliche sehr starke Kopfschmerzen oder Seh-, Sprach- und Lähmungserscheinungen. In diesen Situationen zählt jede Minute – warten Sie nicht auf einen Termin in der Video-Sprechstunde.

Symptome & Indikationen

Ihr Pillenvorrat geht zur Neige und Sie benötigen ein Folgerezept Sie nehmen Ihr Präparat seit längerer Zeit gut verträglich ein Fragen zur Einnahme, etwa nach vergessener Pille, Erbrechen oder Durchfall Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen Wunsch nach einem Präparatewechsel wegen Unverträglichkeit Fragen zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten Beratung zu hormonellen und nicht-hormonellen Verhütungsmethoden Fragen zur Verhütung in besonderen Lebensphasen, etwa nach einer Geburt oder ab 40 Jahren

Behandlungsmöglichkeiten

  • Folgerezept für kombinierte hormonelle Verhütungsmittel (Kombinationspille) nach ärztlicher Einschätzung
  • Folgerezept für Gestagen-Monopräparate (Minipille) nach ärztlicher Einschätzung
  • Strukturierte Erhebung von Risikofaktoren wie Rauchen, Migräne oder Thrombosen in der Familie vor jeder Verordnung
  • Beratung zum Einnahmeschema und zum Vorgehen bei Einnahmefehlern
  • Beratung zu Alternativen wie Verhütungsring, Hormonpflaster, Spirale oder Barrieremethoden
  • Empfehlung regelmäßiger Blutdruckkontrollen und gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen
  • Klärung, wann eine persönliche Vorstellung in einer gynäkologischen Praxis erforderlich ist

Wichtige Hinweise

  • Die Erstverordnung der Pille erfolgt idealerweise nach einer persönlichen Untersuchung mit Blutdruckmessung. Online ist sie nur nach besonders sorgfältiger ärztlicher Einschätzung möglich – die Entscheidung liegt immer bei der Ärztin oder dem Arzt.
  • Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen, einseitiger Beinschwellung, sehr starken Kopfschmerzen oder Seh-, Sprach- oder Lähmungserscheinungen unter der Pille rufen Sie sofort den Notruf 112 – dies können Zeichen einer Thrombose, Lungenembolie oder eines Schlaganfalls sein.
  • Die Video-Sprechstunde ersetzt nicht die regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung.
  • Die „Pille danach“ (Notfallverhütung) ist in Deutschland rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sie wirkt umso zuverlässiger, je früher sie eingenommen wird – lassen Sie sich dazu direkt in der Apotheke beraten.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mein Pillenrezept online erneuern lassen?

Ja, das Folgerezept für die Pille ist eine der etabliertesten telemedizinischen Leistungen. Wenn Sie Ihr Präparat bereits längere Zeit gut vertragen, kann die Ärztin oder der Arzt nach Prüfung Ihrer Angaben und Risikofaktoren ein Privatrezept ausstellen. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht – die Entscheidung liegt immer im ärztlichen Ermessen.

Was kostet die Online-Verhütungsberatung?

Die Video-Sprechstunde wird als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Privatversicherte können die Rechnung bei ihrer PKV einreichen; ob und in welcher Höhe erstattet wird, hängt vom Tarif ab. Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung. Die Kosten für das Verhütungsmittel selbst fallen zusätzlich in der Apotheke an.

Bekomme ich auch eine Erstverordnung der Pille per Video?

Eine Erstverordnung ist online nur eingeschränkt möglich, da vor der ersten Einnahme Risikofaktoren sorgfältig geprüft und idealerweise der Blutdruck gemessen werden sollte. Nach ärztlicher Einschätzung kann im Einzelfall eine Verordnung erfolgen, etwa wenn aktuelle Blutdruckwerte vorliegen und keine Risikofaktoren bestehen. Häufig wird die Ärztin oder der Arzt jedoch eine persönliche Untersuchung in einer gynäkologischen Praxis empfehlen.

Welche Angaben benötigt die Ärztin oder der Arzt für ein Folgerezept?

Hilfreich sind der genaue Name Ihres bisherigen Präparats, die Dauer der Einnahme und Ihre Verträglichkeit. Wichtig sind außerdem aktuelle Blutdruckwerte, Ihr Rauchverhalten, bekannte Erkrankungen wie Migräne mit Aura sowie frühere Thrombosen bei Ihnen oder in Ihrer Familie. Je vollständiger Ihre Angaben sind, desto besser kann die ärztliche Einschätzung erfolgen.

Was mache ich, wenn ich die Pille vergessen habe?

Das richtige Vorgehen hängt vom Präparat, der Einnahmewoche und der Dauer der Verspätung ab – maßgeblich sind die Angaben in der Packungsbeilage. In vielen Fällen kann die vergessene Pille nachgenommen werden, unter Umständen ist der Empfängnisschutz jedoch nicht mehr sicher. In der Video-Sprechstunde können Sie das konkrete Vorgehen und die Frage einer zusätzlichen Verhütung ärztlich klären lassen.