Überblick
Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) zählen zu den häufigsten gynäkologischen Beschwerden und betreffen vor allem junge Frauen. Typisch sind krampfartige Schmerzen im Unterbauch, die kurz vor oder mit Einsetzen der Blutung beginnen und ein bis drei Tage anhalten können. Häufig kommen Rückenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erschöpfung hinzu. Auch weitere Zyklusbeschwerden wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen oder unregelmäßige Blutungen können den Alltag spürbar beeinträchtigen. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 besprechen Sie Ihre Beschwerden diskret und ohne Wartezimmer mit einer Ärztin oder einem Arzt. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept für eine geeignete Schmerztherapie ausgestellt werden, etwa über nichtsteroidale Antirheumatika oder krampflösende Medikamente. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) für privat Versicherte und Selbstzahlerinnen. Weitere Informationen rund um Zyklus, Verhütung und Vorsorge finden Sie in unserem Themenbereich Frauengesundheit.
Häufige Ursachen
Bei der primären Dysmenorrhoe liegt keine organische Erkrankung zugrunde. Die Schmerzen entstehen durch körpereigene Botenstoffe (Prostaglandine), die die Gebärmuttermuskulatur zusammenziehen lassen; dies ist bei jungen Frauen die mit Abstand häufigste Form. Bei der sekundären Dysmenorrhoe sind die Beschwerden dagegen Folge einer zugrunde liegenden Erkrankung. Mögliche Ursachen sind Endometriose, Myome, Eierstockzysten, Entzündungen im kleinen Becken oder eine liegende Verhütungsspirale. Auch Stress, Schlafmangel, Rauchen und Bewegungsmangel können Regelschmerzen verstärken. Treten starke Schmerzen erstmals nach dem 25. Lebensjahr auf, nehmen sie über mehrere Zyklen zu oder bestehen sie auch außerhalb der Menstruation, spricht dies eher für eine sekundäre Ursache, die gynäkologisch abgeklärt werden sollte.
Wann zum Arzt?
Lassen Sie Ihre Beschwerden ärztlich abklären, wenn die Schmerzen so stark sind, dass Sie Schule, Studium oder Arbeit regelmäßig versäumen, wenn übliche Maßnahmen wie Wärme nicht mehr ausreichen oder wenn sich Ihre Schmerzen im Verlauf verändern. Warnzeichen, die eine zeitnahe gynäkologische Untersuchung erfordern, sind ungewöhnlich starke oder verlängerte Blutungen, Zwischenblutungen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Schmerzen außerhalb der Menstruation sowie Fieber oder auffälliger Ausfluss. Bei plötzlichen, heftigsten Unterbauchschmerzen, insbesondere zusammen mit Ohnmacht, Kreislaufschwäche, sehr starker Blutung oder hohem Fieber, kann ein Notfall wie eine Eileiterschwangerschaft oder eine Eierstockverdrehung vorliegen; wählen Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112. Die Video-Sprechstunde eignet sich vor allem für die Beratung und Schmerztherapie bei bekannten, unkomplizierten Regelschmerzen.