Schuppenflechte (Psoriasis)

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die typischerweise in Schüben verläuft. Kennzeichnend sind scharf begrenzte, gerötete Hautstellen mit silbrig-weißer Schuppung, häufig an Ellenbogen, Knien und Kopfhaut. In der Video-Sprechstunde kann der Hautbefund anhand aussagekräftiger Fotos ärztlich eingeschätzt und nach ärztlicher Einschätzung eine topische Therapie eingeleitet oder als Folgerezept fortgeführt werden.

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Überblick

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, von der in Deutschland etwa zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Sie ist nicht ansteckend und verläuft typischerweise in Schüben: Phasen mit deutlichen Hautveränderungen wechseln sich mit ruhigeren Abschnitten ab. Charakteristisch sind scharf begrenzte, gerötete Plaques mit silbrig-weißer Schuppung, bevorzugt an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut und im unteren Rückenbereich. Auch Nägel und Gelenke können beteiligt sein. Da das Hautbild der Schuppenflechte meist sehr typisch ist, eignet sich die Erkrankung gut für eine telemedizinische Einschätzung: Anhand aussagekräftiger Fotos kann die Ärztin oder der Arzt den Befund beurteilen und nach ärztlicher Einschätzung eine topische Therapie einleiten. Bei bekannter Diagnose kann eine bewährte Behandlung, etwa mit Kortikosteroid-Präparaten oder Vitamin-D3-Analoga, per Folgerezept fortgeführt werden – ohne Wartezeit auf einen Termin in der Hautarztpraxis. Die Behandlung erfolgt als Privatleistung nach GOÄ für Privatversicherte und Selbstzahler.

Häufige Ursachen

Der Schuppenflechte liegt eine genetische Veranlagung zugrunde, die zu einer Fehlregulation des Immunsystems führt: Hautzellen erneuern sich deutlich schneller als üblich, wodurch die typische Schuppung und Entzündung entsteht. Ob und wann Schübe auftreten, hängt von individuellen Auslösern ab. Häufige Trigger sind seelischer und körperlicher Stress, Infekte – insbesondere Streptokokken-Infektionen der Atemwege –, Hautverletzungen wie Kratzer, Reibung oder Sonnenbrand (sogenannter Köbner-Effekt) sowie Alkohol und Rauchen. Auch bestimmte Medikamente können eine Schuppenflechte verschlechtern oder auslösen; nennen Sie deshalb in der Sprechstunde immer alle Arzneimittel, die Sie einnehmen. Kaltes, trockenes Winterklima verstärkt die Beschwerden bei vielen Betroffenen, während Sonnenlicht und feuchte Luft sie oft bessern. Hormonelle Umstellungen und Übergewicht können den Verlauf zusätzlich beeinflussen. Die Kenntnis der persönlichen Auslöser ist ein wichtiger Baustein der langfristigen Behandlung.

Wann zum Arzt?

Eine ärztliche Einschätzung ist sinnvoll, wenn Hautveränderungen erstmals auftreten und die Diagnose noch nicht gesichert ist, wenn sich bestehende Plaques ausbreiten oder auf die bisherige Therapie nicht mehr ansprechen, sowie wenn Juckreiz oder sichtbare Stellen Ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Auch bei Nagelveränderungen oder Befall empfindlicher Regionen wie Gesicht, Genitalbereich oder Hautfalten sollte die Behandlung ärztlich begleitet werden. Treten zusätzlich Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit oder Gelenkschwellungen auf, ist eine Abklärung auf Psoriasis-Arthritis wichtig, da eine frühe Behandlung Gelenkschäden vorbeugen kann. Warnzeichen für einen Notfall sind eine großflächige Rötung nahezu der gesamten Haut, rasch zunehmende Eiterbläschen mit Fieber oder Schüttelfrost sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Kreislaufbeschwerden – wählen Sie in diesen Fällen umgehend den Notruf 112.

Symptome & Indikationen

Scharf begrenzte, gerötete Hautstellen (Plaques) Silbrig-weiße Schuppung der betroffenen Areale Juckreiz oder Spannungsgefühl der Haut Befall typischer Stellen wie Ellenbogen, Knie und Kopfhaut Trockene, rissige Haut, teils mit schmerzhaften Einrissen Nagelveränderungen wie Tüpfelnägel oder Verfärbungen Punktförmige Blutungen nach dem Ablösen von Schuppen Gelegentlich Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen

Behandlungsmöglichkeiten

  • Topische Kortikosteroide nach ärztlicher Einschätzung
  • Vitamin-D3-Analoga als Creme oder Salbe
  • Keratolytische Wirkstoffe (zum Beispiel salicylsäure- oder harnstoffhaltige Präparate) zur Schuppenlösung
  • Konsequente rückfettende Basispflege mit Emollienzien
  • Medizinische Shampoos bei Befall der Kopfhaut
  • Vermeidung individueller Auslöser wie Stress, Hautverletzungen, Alkohol und Rauchen
  • Folgerezepte für bewährte topische Therapien nach ärztlicher Prüfung

Wichtige Hinweise

  • Die Foto-Blickdiagnose ersetzt keine körperliche Untersuchung. Bei unklarem, sehr ausgedehntem oder therapieresistentem Befund kann eine Vorstellung in einer Hautarztpraxis erforderlich sein.
  • Bei zusätzlichen Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit oder Gelenkschwellungen sollte eine Psoriasis-Arthritis ärztlich abgeklärt werden.
  • Bei großflächiger Rötung der gesamten Haut, ausgedehnten Eiterbläschen (Pusteln) mit Fieber, Schüttelfrost oder ausgeprägtem Krankheitsgefühl handelt es sich um einen möglichen Notfall – wählen Sie den Notruf 112.
  • Eine Verordnung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Einschätzung im Einzelfall; ein Anspruch auf ein bestimmtes Rezept besteht nicht.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann Schuppenflechte per Foto zuverlässig eingeschätzt werden?

Die typischen Plaques der Schuppenflechte sind in vielen Fällen anhand aussagekräftiger Fotos gut zu beurteilen. Die Ärztin oder der Arzt bewertet Ihre Bilder zusammen mit Ihrer Beschwerdeschilderung und Ihrer Krankengeschichte. Bleibt der Befund unklar oder bestehen Zweifel an der Diagnose, wird Ihnen eine persönliche Vorstellung in einer Hautarztpraxis empfohlen.

Bekomme ich ein Folgerezept für meine bisherige Salbe oder Creme?

Bei einer bekannten, ärztlich dokumentierten Schuppenflechte kann nach ärztlicher Einschätzung ein Privatrezept für eine bewährte topische Therapie ausgestellt werden, etwa für Kortikosteroid-Präparate oder Vitamin-D3-Analoga. Hilfreich sind aktuelle Fotos der betroffenen Hautstellen sowie Vorbefunde oder frühere Rezepte. Die Entscheidung liegt immer bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt; ein Anspruch auf ein bestimmtes Präparat besteht nicht.

Was kostet die Behandlung und übernimmt meine Versicherung die Kosten?

Die Video-Sprechstunde wird als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Privat Versicherte können die Rechnung bei ihrer Krankenversicherung einreichen; ob und in welcher Höhe erstattet wird, richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung, die Kosten werden vor der Behandlung angezeigt.

Ist Schuppenflechte ansteckend oder heilbar?

Schuppenflechte ist nicht ansteckend, ein enger Kontakt mit Betroffenen ist unbedenklich. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die nach heutigem Wissensstand nicht heilbar ist, sich aber in der Regel gut behandeln lässt. Nach ärztlicher Einschätzung kann eine passende Therapie die Beschwerden deutlich lindern, und viele Betroffene erreichen über längere Zeiträume weitgehend erscheinungsfreie Haut.

Was kann ich selbst tun, um Schübe zu vermeiden?

Eine konsequente rückfettende Basispflege stabilisiert die Hautbarriere und kann Schüben vorbeugen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit bekannte Auslöser wie Stress, Hautverletzungen, starkes Kratzen, Alkohol und Rauchen. Achten Sie zudem auf Infekte, insbesondere der Atemwege, da diese Schübe auslösen können, und besprechen Sie wiederkehrende Verschlechterungen ärztlich.