Cholesterin & Blutfette

Erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte verursachen meist keine Beschwerden, erhöhen aber langfristig das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. In der Video-Sprechstunde können Sie Ihre Laborwerte ärztlich bewerten lassen und sich zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beraten lassen. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept ausgestellt werden, etwa ein Folgerezept für eine bestehende Statin-Therapie.

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Überblick

Erhöhte Blutfettwerte – insbesondere ein erhöhtes LDL-Cholesterin – zählen zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Da eine Fettstoffwechselstörung in der Regel keine Beschwerden verursacht, wird sie meist erst durch eine Laboruntersuchung entdeckt. Die Behandlung stützt sich auf zwei Säulen: eine Anpassung des Lebensstils und – je nach individuellem Risiko – eine medikamentöse Senkung der Blutfette, häufig mit Wirkstoffen aus der Klasse der Statine. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 können Sie Ihre aktuellen Laborwerte ärztlich bewerten lassen. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept für eine bestehende, gut vertragene Dauertherapie ausgestellt oder eine Anpassung der Behandlung empfohlen werden. Ebenso erhalten Sie eine strukturierte Beratung zu Ihrem persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko, zu Zielwerten und zu sinnvollen Kontrollintervallen. Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und richtet sich an Privatversicherte und Selbstzahler.

Häufige Ursachen

Erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte entstehen meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine wesentliche Rolle spielt die Veranlagung: Bei der familiären Hypercholesterinämie sind die LDL-Werte bereits in jungen Jahren deutlich erhöht. Daneben tragen Ernährungsgewohnheiten mit vielen gesättigten Fetten und Zucker, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum zu einer Verschlechterung des Fettstoffwechsels bei. Auch andere Erkrankungen können die Blutfette beeinflussen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, ein Diabetes mellitus sowie Nieren- oder Lebererkrankungen. Einige Arzneimittel, zum Beispiel bestimmte Kortisonpräparate oder hormonelle Präparate, können die Werte ebenfalls verändern. Für die ärztliche Einschätzung ist es daher wichtig, Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente und die familiäre Vorgeschichte zu kennen. Erst im Gesamtbild aus Laborwerten, Risikofaktoren und Lebensstil lässt sich beurteilen, ob und in welcher Form eine Behandlung sinnvoll ist.

Wann zum Arzt?

Lassen Sie Ihre Blutfette ärztlich bewerten, wenn im Labor erhöhte Werte festgestellt wurden, wenn in Ihrer Familie frühe Herzinfarkte oder Schlaganfälle aufgetreten sind oder wenn Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen bestehen. Auch für die Verlaufskontrolle einer bestehenden Statin-Therapie und für Folgerezepte ist ein regelmäßiger ärztlicher Kontakt wichtig. Neu aufgetretene Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder dunkler Urin unter einer lipidsenkenden Therapie sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden; setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Suchen Sie umgehend eine Notaufnahme auf oder wählen Sie den Notruf 112 bei Warnzeichen wie plötzlichem Druck- oder Engegefühl in der Brust, Atemnot, Schmerzen mit Ausstrahlung in Arm, Rücken oder Kiefer, plötzlichen Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen. Diese Zeichen können auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hinweisen und lassen sich nicht per Video-Sprechstunde behandeln.

Symptome & Indikationen

Erhöhte Cholesterinwerte im Laborbefund (LDL, Gesamtcholesterin) Erhöhte Triglyzeridwerte Familiäre Häufung von Herzinfarkt oder Schlaganfall Gelbliche Fettablagerungen an Haut oder Augenlidern (Xanthelasmen) Bekannte Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) Bluthochdruck oder Diabetes als zusätzliche Risikofaktoren Übergewicht, insbesondere am Bauch Meist keine spürbaren Beschwerden – oft ein Zufallsbefund im Labor

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ärztliche Bewertung Ihrer Laborwerte (Lipidprofil) in der Video-Sprechstunde
  • Einschätzung Ihres individuellen Herz-Kreislauf-Risikos
  • Beratung zu Ernährung, Bewegung und Rauchstopp
  • Nach ärztlicher Einschätzung: Folgerezept für eine bestehende Statin-Therapie als Privatrezept
  • Nach ärztlicher Einschätzung: weitere lipidsenkende Wirkstoffklassen, zum Beispiel Cholesterinaufnahmehemmer
  • Empfehlung sinnvoller Intervalle für Laborkontrollen
  • Bei Bedarf Empfehlung zur Vorstellung in einer lipidologischen Spezialambulanz

Wichtige Hinweise

  • Die Video-Sprechstunde ersetzt keine körperliche Untersuchung und keine Blutabnahme. Für eine fundierte Einschätzung werden aktuelle Laborwerte benötigt.
  • Ein Rezept wird ausschließlich nach individueller ärztlicher Einschätzung ausgestellt; ein Anspruch auf eine Verordnung besteht nicht.
  • Neu aufgetretene Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder dunkler Urin unter einer Statin-Therapie sollten ärztlich abgeklärt werden. Setzen Sie Medikamente nicht ohne Rücksprache ab.
  • Bei Warnzeichen wie plötzlichem Brustschmerz, Atemnot, Lähmungen oder Sprachstörungen wählen Sie sofort den Notruf 112.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein Folgerezept für mein Statin über die Video-Sprechstunde erhalten?

In vielen Fällen ist das möglich. Voraussetzung ist, dass die Therapie bereits ärztlich begonnen wurde, gut vertragen wird und aktuelle Laborwerte vorliegen. Nach ärztlicher Einschätzung kann in der Video-Sprechstunde ein Privatrezept für die bestehende Wirkstoffklasse ausgestellt werden. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht; die Entscheidung trifft die Ärztin oder der Arzt im Gespräch.

Was kostet die Beratung und wer übernimmt die Kosten?

Die Video-Sprechstunde wird als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Privatversicherte können die Rechnung in der Regel bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen; die Erstattung richtet sich nach dem individuellen Tarif. Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung. Kosten für Medikamente aus der Apotheke kommen gegebenenfalls hinzu.

Welche Laborwerte sollte ich für den Termin bereithalten?

Hilfreich ist ein aktuelles Lipidprofil mit Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyzeriden, idealerweise nicht älter als zwölf Monate. Bei laufender Statin-Therapie sind zusätzlich Leberwerte sinnvoll, gegebenenfalls auch Blutzucker- oder Langzeitblutzuckerwerte. Sie können Ihren Laborbefund vor dem Termin als Foto oder PDF hochladen.

Ab welchen Cholesterinwerten ist eine medikamentöse Behandlung sinnvoll?

Dafür gibt es keinen einheitlichen Grenzwert. Entscheidend ist Ihr gesamtes Herz-Kreislauf-Risiko, in das neben dem LDL-Wert auch Alter, Blutdruck, Rauchen, Diabetes und familiäre Vorbelastung einfließen. Daraus ergibt sich ein individueller LDL-Zielwert. Nach ärztlicher Einschätzung wird gemeinsam mit Ihnen entschieden, ob Lebensstilmaßnahmen ausreichen oder zusätzlich eine medikamentöse Therapie empfohlen wird.

Kann ich erhöhte Cholesterinwerte auch ohne Medikamente senken?

Lebensstilmaßnahmen wie eine mediterrane Ernährung, regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion und Rauchstopp können die Blutfettwerte günstig beeinflussen und sind die Grundlage jeder Behandlung. Ob sie allein ausreichen, hängt von der Höhe der Werte und Ihrem individuellen Risiko ab. Bei stark erhöhten Werten oder hohem Risiko wird nach ärztlicher Einschätzung häufig zusätzlich eine medikamentöse Senkung empfohlen.