Durchfall (Diarrhö)

Durchfall (Diarrhö) ist ein häufiges Symptom, das meist durch eine unkomplizierte Magen-Darm-Infektion verursacht wird. In der Video-Sprechstunde prüfen Ärztinnen und Ärzte gezielt Warnzeichen und beraten Sie zur symptomatischen Behandlung. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept ausgestellt werden.

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Überblick

Durchfall (medizinisch: Diarrhö) liegt vor, wenn der Stuhlgang häufiger als dreimal täglich auftritt und die Stuhlkonsistenz deutlich vermindert ist. Bei Erwachsenen ist die häufigste Ursache eine akute, unkomplizierte Magen-Darm-Infektion (Gastroenteritis), die meist durch Viren ausgelöst wird und in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst abklingt. Die wichtigste Maßnahme ist der Ausgleich der Flüssigkeits- und Salzverluste, da der Körper bei Durchfall viel Wasser und Elektrolyte verliert. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 erheben Ärztinnen und Ärzte Ihre Beschwerden strukturiert: Dauer, Häufigkeit und Beschaffenheit des Stuhlgangs, Begleitsymptome, zurückliegende Reisen, eingenommene Medikamente und Vorerkrankungen. Anschließend prüfen sie gezielt Warnzeichen, die gegen einen unkomplizierten Verlauf sprechen. Liegt nach ärztlicher Einschätzung eine unkomplizierte Gastroenteritis vor, erhalten Sie konkrete Empfehlungen zur symptomatischen Behandlung; sofern medizinisch sinnvoll, kann ein Privatrezept nach GOÄ ausgestellt werden. Bestehen Zweifel am unkomplizierten Verlauf, werden Sie gezielt an eine Praxis oder Klinik vor Ort verwiesen.

Häufige Ursachen

Die meisten akuten Durchfallerkrankungen werden durch Viren verursacht, insbesondere Noro- und Rotaviren, die sich leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Bakterielle Erreger wie Campylobacter, Salmonellen oder bestimmte E.-coli-Stämme gelangen häufig über verunreinigte Lebensmittel oder Trinkwasser in den Körper; typisch sind hier stärkere Bauchschmerzen, Fieber oder blutige Stühle. Nach Fernreisen kommt der sogenannte Reisedurchfall als Ursache hinzu. Auch Arzneimittel können Durchfall auslösen, allen voran Antibiotika, ebenso Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktoseintoleranz. Hält der Durchfall über mehrere Wochen an, kommen chronische Ursachen in Betracht, etwa ein Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen; diese erfordern eine weiterführende Abklärung mit körperlicher Untersuchung und Labordiagnostik. In der Video-Sprechstunde hilft die genaue Schilderung von Beginn, Verlauf und möglichen Auslösern, die wahrscheinliche Ursache einzugrenzen und das weitere Vorgehen festzulegen.

Wann zum Arzt?

Ein unkomplizierter Durchfall bessert sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen. Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn die Beschwerden länger anhalten, sich verschlechtern oder Warnzeichen auftreten. Dazu zählen: Blut oder Schleim im Stuhl, Fieber über 39 °C, starke oder anhaltende Bauchschmerzen, wiederholtes Erbrechen mit der Unfähigkeit, Flüssigkeit bei sich zu behalten, sowie Zeichen der Austrocknung wie starker Durst, dunkler Urin, Schwindel oder deutlich verminderte Urinmenge. Für Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem gilt eine niedrigere Schwelle – hier ist frühzeitig eine Untersuchung vor Ort sinnvoll. Bei Notfallzeichen wie Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit, kaum noch Urinausscheidung, kalter blasser Haut oder Kreislaufschwäche wählen Sie sofort den Notruf 112.

Symptome & Indikationen

Häufiger, dünnflüssiger Stuhlgang Krampfartige Bauchschmerzen Übelkeit und Erbrechen Blähungen und Völlegefühl Leicht erhöhte Temperatur oder Fieber Appetitlosigkeit Abgeschlagenheit und Schwächegefühl

Behandlungsmöglichkeiten

  • Ausgleich von Flüssigkeits- und Salzverlusten, zum Beispiel mit oralen Rehydratationslösungen
  • Leicht verdauliche, angepasste Kost in kleinen Portionen
  • Körperliche Schonung, bis die Beschwerden abklingen
  • Motilitätshemmende Arzneimittel zur kurzfristigen Linderung – nach ärztlicher Einschätzung
  • Probiotika als unterstützende Maßnahme
  • Mittel gegen Übelkeit (Antiemetika) bei begleitendem Erbrechen – nach ärztlicher Einschätzung
  • Krampflösende Arzneimittel (Spasmolytika) bei krampfartigen Bauchschmerzen – nach ärztlicher Einschätzung

Wichtige Hinweise

  • Die Video-Sprechstunde ersetzt keine körperliche Untersuchung. Bei unklaren oder schweren Verläufen kann eine Vorstellung in einer Praxis oder Klinik mit Stuhl- und Laboruntersuchung erforderlich sein.
  • Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe vor Ort auf bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken anhaltenden Bauchschmerzen oder Durchfall, der länger als drei Tage anhält.
  • Bei Zeichen einer schweren Austrocknung – etwa Bewusstseinstrübung, Verwirrtheit, kaum noch Urinausscheidung oder Kreislaufschwäche – wählen Sie sofort den Notruf 112.
  • Für Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie ältere oder immungeschwächte Personen gelten strengere Maßstäbe: Hier ist im Zweifel immer eine ärztliche Untersuchung vor Ort angezeigt.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann Durchfall in der Video-Sprechstunde behandelt werden?

Ja, eine unkomplizierte Magen-Darm-Infektion eignet sich in vielen Fällen gut für die telemedizinische Einschätzung. Die Ärztin oder der Arzt erfragt strukturiert Ihre Beschwerden, prüft gezielt Warnzeichen und berät Sie zur symptomatischen Behandlung. Zeigen sich Hinweise auf einen komplizierten Verlauf, werden Sie an eine Praxis oder Klinik vor Ort verwiesen.

Was kostet die Behandlung und übernimmt meine Versicherung die Kosten?

Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Privat Versicherte können die Rechnung in der Regel bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen; die Erstattung richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Selbstzahler erhalten eine transparente Rechnung nach GOÄ, gesetzlich Versicherte können das Angebot ebenfalls als Selbstzahler nutzen.

Bekomme ich ein Rezept gegen Durchfall?

Ein Rezept wird nicht pauschal ausgestellt. Nach ärztlicher Einschätzung kann – sofern medizinisch sinnvoll – ein Privatrezept über symptomlindernde Arzneimittel ausgestellt werden, etwa motilitätshemmende Wirkstoffe oder Mittel gegen Übelkeit. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion mit kompliziertem Verlauf ist häufig zunächst eine Untersuchung mit Stuhldiagnostik vor Ort erforderlich.

Was kann ich bei Durchfall selbst tun?

Wichtig ist vor allem, ausreichend zu trinken und verlorene Salze zu ersetzen, zum Beispiel mit einer oralen Rehydratationslösung aus der Apotheke. Essen Sie leicht verdauliche Kost in kleinen Portionen und schonen Sie sich körperlich. Achten Sie auf sorgfältige Händehygiene, um eine Ansteckung anderer zu vermeiden. Verschlechtern sich die Beschwerden oder treten Warnzeichen auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.