Überblick
Das Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungstrakts. Schätzungen zufolge sind mehrere Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer. Typisch sind wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen und veränderte Stuhlgewohnheiten – Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel von beidem – über mindestens drei Monate. Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Störung: Die Beschwerden sind real und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, an den Organen selbst findet sich jedoch keine strukturelle Schädigung. Die Diagnose wird als Ausschlussdiagnose gestellt, das heißt erst, nachdem andere Ursachen wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten abgeklärt wurden. Ist die Diagnose gesichert, steht die langfristige Begleitung im Vordergrund. Genau hier setzt die Video-Sprechstunde an: Ernährungsumstellung, Symptomtagebuch und – nach ärztlicher Einschätzung – symptomatische Medikamente per Privatrezept lassen sich gut aus der Ferne begleiten, ohne dass Sie für jeden Termin eine Praxis aufsuchen müssen.

