Sodbrennen & Reflux

Sodbrennen ist ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, das durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre entsteht. Tritt es regelmäßig auf, spricht man von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). In der Video-Sprechstunde erfolgt eine strukturierte anamnesebasierte Einordnung; nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept, etwa für Protonenpumpenhemmer, ausgestellt werden.

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Überblick

Sodbrennen gehört zu den häufigsten Beschwerden des Verdauungstrakts: Ein erheblicher Teil der Erwachsenen in Deutschland ist zumindest gelegentlich betroffen. Ursache ist der Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre, der dort ein Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen oder einen unangenehmen Geschmack im Mund auslöst. Treten die Beschwerden regelmäßig auf oder beeinträchtigen sie die Lebensqualität, spricht man von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Viele Verläufe lassen sich anhand einer sorgfältigen Anamnese gut einordnen, ohne dass sofort eine Untersuchung vor Ort nötig ist. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 erheben erfahrene Ärztinnen und Ärzte Ihre Beschwerden strukturiert, prüfen mögliche Warnzeichen und besprechen mit Ihnen das weitere Vorgehen. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept ausgestellt werden, etwa für Protonenpumpenhemmer, ergänzt durch eine individuelle Beratung zu Ernährung und Lebensstil. Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach GOÄ für Privatversicherte und Selbstzahler.

Häufige Ursachen

Beim Sodbrennen schließt der untere Schließmuskel der Speiseröhre nicht ausreichend, sodass Magensäure zurückfließen kann. Begünstigt wird dies durch üppige, fettreiche oder stark gewürzte Mahlzeiten, spätes Essen vor dem Schlafengehen sowie durch Kaffee, Alkohol, Nikotin und kohlensäurehaltige oder sehr säurehaltige Getränke. Übergewicht erhöht den Druck im Bauchraum und zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren; auch in der Schwangerschaft tritt Reflux häufig auf. Ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie) kann die Ventilfunktion am Mageneingang zusätzlich schwächen. Manche Medikamente können den Schließmuskel entspannen oder die Schleimhaut reizen — deshalb gehört die Durchsicht Ihrer aktuellen Medikation zur ärztlichen Einordnung dazu. Auch Stress und unregelmäßige Essgewohnheiten können Beschwerden verstärken. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen; die Anamnese hilft, die relevanten Auslöser bei Ihnen zu identifizieren.

Wann zum Arzt?

Gelegentliches Sodbrennen nach einem üppigen Essen ist meist harmlos. Ärztlich abklären lassen sollten Sie Ihre Beschwerden, wenn sie mehrmals pro Woche auftreten, länger als einige Wochen bestehen, den Schlaf stören oder trotz Selbstbehandlung nicht besser werden. Bestimmte Warnzeichen erfordern zeitnah eine persönliche Untersuchung, in der Regel mit Magenspiegelung: Schluckstörungen oder Schmerzen beim Schlucken, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, wiederholtes Erbrechen, Blut im Erbrochenen, schwarz gefärbter Stuhl oder eine neu festgestellte Blutarmut. Neu aufgetretene Beschwerden in höherem Lebensalter sollten ebenfalls gründlich abgeklärt werden. Wichtig: Plötzliche, starke Schmerzen hinter dem Brustbein, insbesondere mit Atemnot, Engegefühl, Ausstrahlung in Arm, Kiefer oder Rücken, kaltem Schweiß oder Übelkeit, können ein Herzinfarkt sein — wählen Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112 und warten Sie nicht auf eine Video-Sprechstunde.

Symptome & Indikationen

Brennen hinter dem Brustbein (Sodbrennen) Saures Aufstoßen Rückfluss von Mageninhalt in Mund oder Rachen (Regurgitation) Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch Reizhusten oder Räusperzwang, besonders nachts Heiserkeit am Morgen Beschwerden im Liegen oder beim Bücken Verstärkung nach üppigen, fettreichen oder späten Mahlzeiten

Behandlungsmöglichkeiten

  • Strukturierte ärztliche Anamnese und Reflux-Einordnung in der Video-Sprechstunde
  • Nach ärztlicher Einschätzung Privatrezept für säurehemmende Medikamente wie Protonenpumpenhemmer
  • Beratung zu rezeptfreien Optionen wie Antazida oder Alginaten zur kurzfristigen Symptomlinderung
  • Ernährungsberatung: kleinere Mahlzeiten, Verzicht auf späte, fettreiche oder stark gewürzte Speisen
  • Lifestyle-Beratung: Gewichtsreduktion, Verzicht auf Nikotin und Alkohol, Schlafen mit erhöhtem Oberkörper
  • Überprüfung bestehender Medikamente auf refluxfördernde Wirkung
  • Triage: Empfehlung zur Magenspiegelung (Gastroskopie) bei Warnzeichen oder anhaltenden Beschwerden

Wichtige Hinweise

  • Die Video-Sprechstunde ersetzt keine Magenspiegelung. Bei Warnzeichen oder anhaltenden Beschwerden trotz Behandlung ist eine gastroenterologische Abklärung vor Ort erforderlich.
  • Schluckstörungen, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Blut im Erbrochenen, schwarzer Stuhl oder eine bekannte Blutarmut sind Warnzeichen, die zeitnah persönlich ärztlich abgeklärt werden müssen.
  • Plötzliche, starke Brustschmerzen, insbesondere mit Atemnot, Ausstrahlung in Arm oder Kiefer, kaltem Schweiß oder Übelkeit, können auf einen Herzinfarkt hinweisen. Wählen Sie in diesem Fall sofort den Notruf 112.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich per Video-Sprechstunde ein Rezept gegen Sodbrennen erhalten?

Nach ärztlicher Einschätzung kann Ihnen in der Video-Sprechstunde ein Privatrezept ausgestellt werden, zum Beispiel für Protonenpumpenhemmer. Voraussetzung ist eine strukturierte Anamnese ohne Hinweise auf Warnzeichen. Ob und welches Medikament geeignet ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Gespräch mit Ihnen.

Was kostet die Behandlung von Sodbrennen bei OpenClinic24?

Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Privatversicherte können die Rechnung in der Regel bei ihrer privaten Krankenversicherung einreichen, Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung. Die voraussichtlichen Kosten sehen Sie vor der Buchung. Eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt nicht.

Wann reicht eine Lebensstil-Umstellung, wann sind Medikamente sinnvoll?

Bei gelegentlichem Sodbrennen helfen oft schon kleinere Mahlzeiten, der Verzicht auf späte und fettreiche Speisen sowie eine Gewichtsreduktion. Treten die Beschwerden mehrmals pro Woche auf oder beeinträchtigen sie Schlaf und Alltag, kann nach ärztlicher Einschätzung zusätzlich eine zeitlich begrenzte medikamentöse Säurehemmung sinnvoll sein. Welche Kombination für Sie geeignet ist, klären Sie gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt in der Video-Sprechstunde.

Brauche ich eine Magenspiegelung?

Nicht jedes Sodbrennen erfordert sofort eine Magenspiegelung. Bei Warnzeichen wie Schluckstörungen, ungewolltem Gewichtsverlust oder Blutungszeichen sowie bei langjährigen oder therapieresistenten Beschwerden wird eine Gastroskopie jedoch empfohlen. In der Video-Sprechstunde erfolgt diese Einordnung, bei Bedarf erhalten Sie eine konkrete Empfehlung zur Abklärung vor Ort.

Sind Protonenpumpenhemmer für eine dauerhafte Einnahme geeignet?

Protonenpumpenhemmer gelten bei zeitlich begrenzter Anwendung als gut verträglich. Eine dauerhafte Einnahme sollte ärztlich begleitet und regelmäßig überprüft werden, da sie nur bei entsprechender Diagnose sinnvoll ist. Dauer und Notwendigkeit einer säurehemmenden Behandlung besprechen Sie individuell in der Video-Sprechstunde.