Übelkeit & Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt und haben meist harmlose, selbstlimitierende Ursachen wie Magen-Darm-Infekte, verdorbene Lebensmittel oder die Reisekrankheit. In der Video-Sprechstunde grenzen unsere Ärztinnen und Ärzte mögliche Ursachen strukturiert ein und beraten Sie zur passenden Behandlung. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept über geeignete Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) ausgestellt werden.

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Überblick

Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigsten Gründen für eine ärztliche Beratung. Beides sind zunächst Schutzreaktionen des Körpers: Das Brechzentrum im Gehirn wird durch Reize aus dem Magen-Darm-Trakt, dem Gleichgewichtsorgan oder durch Botenstoffe aktiviert und löst Brechreiz oder Erbrechen aus. In den meisten Fällen steckt eine harmlose, selbstlimitierende Ursache dahinter, etwa ein Magen-Darm-Infekt, ein verdorbenes Lebensmittel oder die Reisekrankheit. Die Beschwerden klingen dann häufig innerhalb weniger Tage von selbst ab; wichtig ist vor allem, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. In der Video-Sprechstunde von OpenClinic24 erheben unsere Ärztinnen und Ärzte Ihre Krankengeschichte, grenzen mögliche Ursachen strukturiert ein und schätzen ein, ob eine Behandlung zu Hause ausreicht oder eine Untersuchung vor Ort erforderlich ist. Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept über geeignete Medikamente gegen Übelkeit (Antiemetika) ausgestellt werden. Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und eignet sich für Privatversicherte und Selbstzahler.

Häufige Ursachen

Die mit Abstand häufigste Ursache akuter Übelkeit mit Erbrechen sind virale Magen-Darm-Infekte, etwa durch Noro- oder Rotaviren, sowie Lebensmittelinfektionen. Daneben kommen zahlreiche weitere Auslöser infrage: Unverträglichkeiten und Reizmagen, Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Migräneattacken, Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans wie die Reise- oder Seekrankheit sowie Nebenwirkungen von Medikamenten, zum Beispiel von Antibiotika oder Schmerzmitteln. In der Frühschwangerschaft ist Übelkeit ebenfalls sehr verbreitet und meist harmlos. Seltener stecken behandlungsbedürftige Erkrankungen dahinter, etwa eine Blinddarmentzündung, ein Darmverschluss, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase, Stoffwechselentgleisungen oder ein Herzinfarkt, der sich insbesondere bei Frauen und älteren Menschen mit Übelkeit äußern kann. Für die ärztliche Einordnung sind Begleitsymptome, Dauer, Fieber, eingenommene Medikamente und Vorerkrankungen entscheidend. Genau diese Punkte werden in der Video-Sprechstunde strukturiert abgefragt.

Wann zum Arzt?

Lassen Sie Übelkeit und Erbrechen ärztlich abklären, wenn die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten, Sie kaum Flüssigkeit bei sich behalten können, Fieber über 39 °C besteht oder starke Bauchschmerzen hinzukommen. Auch bei wiederholtem Erbrechen in der Schwangerschaft, bei Säuglingen und Kleinkindern, bei älteren oder chronisch kranken Menschen sowie nach Beginn eines neuen Medikaments ist eine frühzeitige ärztliche Einschätzung sinnvoll. Wählen Sie sofort den Notruf 112 bei: Bluterbrechen oder kaffeesatzartigem Erbrochenem, heftigsten oder brettharten Bauchschmerzen, Brustschmerzen oder Atemnot, Bewusstseinsstörungen, Nackensteifigkeit mit Kopfschmerzen und Lichtscheu, Erbrechen nach einem Sturz auf den Kopf sowie Zeichen schwerer Austrocknung wie Verwirrtheit, sehr geringer Urinmenge oder Kreislaufschwäche. In diesen Situationen ist eine sofortige Untersuchung und Behandlung vor Ort notwendig; eine Video-Sprechstunde ist dann nicht das richtige Angebot.

Symptome & Indikationen

Flaues Gefühl im Magen und Brechreiz Wiederholtes Erbrechen Appetitlosigkeit Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe Durchfall als Begleitsymptom Schwindel oder Kreislaufbeschwerden Vermehrter Speichelfluss Abgeschlagenheit und Schwächegefühl

Behandlungsmöglichkeiten

  • Strukturierte ärztliche Ursachenabklärung und Triage in der Video-Sprechstunde
  • Beratung zum Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten (orale Rehydratation)
  • Ernährungsempfehlungen: leichte Kost, kleine Mahlzeiten, Verzicht auf Reizstoffe
  • Nach ärztlicher Einschätzung Privatrezept über Antiemetika, etwa Antihistaminika oder Dopamin-Antagonisten
  • Beratung zu pflanzlichen Optionen wie Ingwerpräparaten
  • Überprüfung der aktuellen Medikation auf mögliche Auslöser
  • Empfehlung zur weiterführenden Diagnostik vor Ort, wenn erforderlich

Wichtige Hinweise

  • Bei Bluterbrechen oder kaffeesatzartigem Erbrochenem, heftigsten Bauch- oder Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder Zeichen schwerer Austrocknung wählen Sie sofort den Notruf 112.
  • Die Video-Sprechstunde ersetzt keine körperliche Untersuchung. Bei unklaren, starken oder anhaltenden Beschwerden kann eine Vorstellung in einer Praxis oder Klinik erforderlich sein.
  • Anhaltendes Erbrechen bei Säuglingen und Kleinkindern, Schwangeren, älteren oder chronisch kranken Menschen sollte frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
  • Die Verschreibung von Medikamenten erfolgt ausschließlich nach individueller ärztlicher Einschätzung; ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht.
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Medizinischer Hinweis: Kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung vor Ort. Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung. Bei Notfällen rufen Sie bitte 112 an.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Video-Sprechstunde bei Übelkeit und Erbrechen?

Die Abrechnung erfolgt als Privatleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Privatversicherte können die Rechnung in der Regel bei ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle einreichen; die Erstattung richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Selbstzahler erhalten eine transparente GOÄ-Rechnung, deren Höhe vom Umfang der Beratung abhängt. Vor der Behandlung sehen Sie die zu erwartenden Kosten übersichtlich aufgeführt.

Kann ich per Video-Sprechstunde ein Medikament gegen Übelkeit erhalten?

Nach ärztlicher Einschätzung kann ein Privatrezept über geeignete Antiemetika ausgestellt werden, zum Beispiel aus der Klasse der Antihistaminika oder der Dopamin-Antagonisten. Ob ein Medikament sinnvoll ist, hängt von Ursache, Begleiterkrankungen und Ihrer aktuellen Medikation ab. Ein Anspruch auf ein Rezept besteht nicht; in manchen Fällen ist stattdessen eine Untersuchung vor Ort erforderlich.

Wann sind Übelkeit und Erbrechen ein Notfall?

Warnzeichen sind Bluterbrechen oder kaffeesatzartiges Erbrochenes, heftigste oder brettharte Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstseinsstörungen, Nackensteifigkeit mit Kopfschmerzen sowie Erbrechen nach einem Sturz auf den Kopf. Auch Zeichen schwerer Austrocknung wie Verwirrtheit oder sehr geringe Urinmenge sind alarmierend. In diesen Situationen wählen Sie sofort den Notruf 112 und warten Sie nicht auf eine Video-Sprechstunde.

Wie lange dauern Übelkeit und Erbrechen bei einem Magen-Darm-Infekt?

Bei unkomplizierten viralen Magen-Darm-Infekten klingt das Erbrechen häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen ab, Durchfall kann etwas länger anhalten. Entscheidend ist, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch regelmäßiges Trinken in kleinen Schlucken auszugleichen. Halten die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage an oder können Sie kaum Flüssigkeit bei sich behalten, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Hilft die Video-Sprechstunde auch bei Übelkeit in der Schwangerschaft?

Ja, eine ärztliche Beratung zu Übelkeit in der Schwangerschaft ist per Video möglich, etwa zu Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und geeigneten Maßnahmen. Nach ärztlicher Einschätzung können auch in der Schwangerschaft geeignete Behandlungsoptionen besprochen werden. Bei häufigem Erbrechen, Gewichtsverlust oder Zeichen der Austrocknung ist zusätzlich eine zeitnahe Vorstellung in der frauenärztlichen Praxis wichtig.