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Krankschreibung in Deutschland für internationale Beschäftigte: Regeln, Fristen, Video

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Handyfoto: junger Mann mit Rucksack und Schal putzt sich auf einem Berliner Gehweg die Nase und schaut aufs Smartphone, Altbauten und Straßenbahngleise (KI-generiert)
Symbolbild, mit KI erstellt. Zeigt keine reale Person.

Kurzantwort

In Deutschland brauchen Beschäftigte spätestens ab dem vierten Krankheitstag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung; viele Arbeitgeber verlangen sie früher. Der Arbeitgeber zahlt bis zu sechs Wochen das volle Gehalt weiter, danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld. Die Diagnose bleibt vertraulich. Bei OpenClinic24 erhalten Sie die Bescheinigung nach einer Videosprechstunde auf Englisch, Deutsch, Türkisch oder Arabisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Begriffe: Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), früher „gelber Schein“. Krankmeldung ist die Mitteilung an den Arbeitgeber, die Bescheinigung der ärztliche Nachweis.
  • Fristen nach § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz: sofort krankmelden, Bescheinigung spätestens am vierten Kalendertag; der Arbeitgeber darf sie ab dem ersten Tag verlangen.
  • Lohnfortzahlung: 100 Prozent des Gehalts für bis zu sechs Wochen, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht (§ 3 EntgFG); es gibt kein Kontingent an Krankheitstagen.
  • Danach Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse: rund 70 Prozent des Bruttogehalts für bis zu 78 Wochen wegen derselben Erkrankung (§§ 44, 48 SGB V).
  • Der Arbeitgeber erfährt nie die Diagnose. Krankheit allein ist kein Kündigungsgrund, schützt aber auch nicht vor einer Kündigung aus anderen Gründen.

Die Begriffe: Krankmeldung, Krankschreibung, AU

Wer neu in Deutschland arbeitet, begegnet drei Wörtern, die oft durcheinandergehen. Die Krankmeldung ist Ihre Mitteilung an den Arbeitgeber, dass Sie krank sind und nicht kommen; sie muss unverzüglich erfolgen, also am ersten Tag vor Arbeitsbeginn, per Telefon, E-Mail oder wie im Betrieb üblich. Die Krankschreibung oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, abgekürzt AU, ist der ärztliche Nachweis, dass Sie arbeitsunfähig sind, mit Beginn und voraussichtlicher Dauer. Der alte Begriff „gelber Schein“ stammt vom Papierformular, das für gesetzlich Versicherte seit 2023 weitgehend durch die elektronische Meldung ersetzt ist. Ein Attest ist der Oberbegriff für ärztliche Bescheinigungen aller Art.

Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind und die Regeln kennen möchten, auf Deutsch für alle, die hier mitlesen, und in englischer Fassung für alle, die es brauchen. Die Sprachversion wechseln Sie oben auf der Seite.

Fristen: Was das Gesetz verlangt

§ 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes regelt zwei Pflichten. Erstens die Anzeigepflicht: Sie müssen dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und ihre voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen. Zweitens die Nachweispflicht: Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, müssen Sie spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Bescheinigung früher zu verlangen, auch ab dem ersten Krankheitstag; das steht dann im Arbeitsvertrag oder wird im Einzelfall angeordnet.

Kalendertage schließen Wochenenden ein. Wer am Freitag krank wird und am Montag noch krank ist, braucht am Montag eine Bescheinigung. Wer die Frist versäumt, darf zwar nicht deshalb gekündigt werden, riskiert aber eine Abmahnung und den vorübergehenden Verlust der Lohnfortzahlung bis zur Vorlage.

Wer zahlt: Lohnfortzahlung und Krankengeld

Deutschland kennt kein Kontingent an Krankheitstagen. Für jede Erkrankung zahlt der Arbeitgeber bis zu sechs Wochen das volle Gehalt weiter (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz), vorausgesetzt, das Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens vier Wochen. Erkranken Sie innerhalb von sechs Monaten erneut an derselben Krankheit, werden die Zeiträume zusammengerechnet; eine neue, andere Erkrankung löst einen neuen Sechs-Wochen-Anspruch aus. Krankheitstage werden nicht vom Urlaub abgezogen. Werden Sie im Urlaub krank und legen eine Bescheinigung vor, werden die Urlaubstage gutgeschrieben.

Nach sechs Wochen zahlt bei gesetzlich Versicherten die Krankenkasse Krankengeld (§ 44 SGB V): 70 Prozent des Bruttogehalts, höchstens 90 Prozent des Nettogehalts, bis zur Beitragsbemessungsgrenze, für bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren wegen derselben Erkrankung (§ 48 SGB V). Dafür braucht die Kasse lückenlose ärztliche Feststellungen. Privatversicherte haben je nach Tarif ein Krankentagegeld vereinbart, das nach einer Karenzzeit einsetzt.

Was der Arbeitgeber erfährt und was nicht

Die Bescheinigung für den Arbeitgeber enthält Ihren Namen, das Ausstellungsdatum, den Beginn der Arbeitsunfähigkeit, ihre voraussichtliche Dauer und die Angabe, ob es eine Erst- oder Folgebescheinigung ist. Die Diagnose steht dort nicht, und Sie sind nicht verpflichtet, sie zu nennen. Fragen wie „Was haben Sie denn?“ dürfen Sie freundlich unbeantwortet lassen. Bei begründeten Zweifeln kann der Arbeitgeber über die Krankenkasse eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst verlangen; das ist selten.

Während der Krankschreibung dürfen Sie alles tun, was die Genesung nicht gefährdet: einkaufen, spazieren gehen, bei leichten Erkrankungen auch reisen. Einen Auslandsaufenthalt müssen Sie dem Arbeitgeber und, wenn Sie gesetzlich versichert sind, der Krankenkasse mitteilen. Eine Krankschreibung ist kein Arbeitsverbot: Fühlen Sie sich früher gesund, dürfen Sie arbeiten; eine „Gesundschreibung“ gibt es nicht.

Kündigung und Krankheit

Anders als in manchen Ländern gibt es in Deutschland kein Kündigungsverbot während der Krankheit, aber auch keinen Grund zur Sorge bei einer normalen Erkältung. Die Krankheit selbst ist kein zulässiger Kündigungsgrund; nur bei lang andauernden oder häufig wiederkehrenden Erkrankungen mit negativer Prognose ist eine krankheitsbedingte Kündigung unter engen Voraussetzungen möglich. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten gilt nach sechs Monaten das Kündigungsschutzgesetz. Das Bundesarbeitsgericht hat allerdings entschieden, dass der Beweiswert einer Krankschreibung erschüttert sein kann, wenn sie exakt die Kündigungsfrist nach einer Eigenkündigung abdeckt; dann muss die Arbeitsunfähigkeit im Streitfall anders belegt werden.

Krankschreibung per Video, auf Englisch oder Deutsch

Schildern Sie Ihre Beschwerden in Ihrer Sprache, eine Ärztin oder ein Arzt meldet sich per Video. Die Bescheinigung erhalten Sie als PDF, wenn sie medizinisch begründet ist.

Krankschreibung online anfragen

Krankschreibung per Video: So funktioniert es

Das Gesetz verlangt eine ärztliche Bescheinigung, nicht eine Untersuchung vor Ort. Seit 2018 erlaubt die ärztliche Berufsordnung in Deutschland die Behandlung ausschließlich über Video, wenn sie ärztlich vertretbar ist. Für Kassenpraxen präzisiert die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie, dass die Arbeitsunfähigkeit per Video festgestellt werden darf; privatärztliche Anbieter wie OpenClinic24 orientieren sich an denselben Sorgfaltsmaßstäben.

Bei OpenClinic24 schildern Sie Ihre Beschwerden online in Ihrer Sprache, legen ein Konto an, hinterlegen eine Zahlungskarte, auf der 10,72 € vorgemerkt werden, und sprechen per Video mit einer Ärztin oder einem Arzt, die oder der Englisch, Deutsch, Türkisch oder Arabisch spricht. Ist die Arbeitsunfähigkeit medizinisch begründet, finden Sie die Bescheinigung als PDF in Ihrem Konto: eine Ausfertigung für den Arbeitgeber ohne Diagnose, eine für Sie, bei gesetzlich Versicherten eine für die Krankenkasse. Dazu kommt die Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte mit allen Positionen. Die Dokumente sind auf Deutsch ausgestellt, weil Arbeitgeber und Kassen sie so verarbeiten; die Ärztin oder der Arzt erklärt Ihnen in Ihrer Sprache, was darin steht.

Per Video werden in der Regel wenige Tage bescheinigt, bei erstem Kontakt orientieren sich Ärztinnen und Ärzte an bis zu drei Kalendertagen; eine Verlängerung setzt eine erneute Einschätzung voraus, bei anhaltenden Beschwerden oft eine Untersuchung vor Ort. Eine Bescheinigung ohne ärztliches Gespräch, wie sie manche Websites gegen Pauschale anbieten, ist unzulässig und wertlos.

Gesetzlich versichert: die elektronische Meldung

Seit 2023 übermitteln Kassenpraxen die Arbeitsunfähigkeit elektronisch an die Krankenkasse, und der Arbeitgeber ruft die Daten dort ab. Sie müssen sich weiterhin krankmelden und die Arbeitsunfähigkeit ärztlich feststellen lassen, aber kein Papier mehr einreichen. Privatärztliche Bescheinigungen sind nicht Teil dieses Verfahrens: Sie erhalten ein PDF und senden die Arbeitgeber-Ausfertigung selbst an Ihre Personalabteilung. Für den Anspruch auf Lohnfortzahlung macht das keinen Unterschied. Für Krankengeld nach der sechsten Woche sollten Sie die Bescheinigung zusätzlich Ihrer Kasse schicken und im Zweifel vorher mit ihr sprechen; längere Erkrankungen gehören ohnehin in eine Hausarztpraxis.

Wenn Sie keine deutsche Krankenversicherung haben

Die Pflichten aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz gelten für jedes Arbeitsverhältnis in Deutschland, unabhängig von Staatsangehörigkeit und Versicherung. Die Videosprechstunde bei OpenClinic24 ist eine privatärztliche Leistung, die Sie selbst bezahlen; eine deutsche Versicherung ist keine Voraussetzung. Sie erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte, die Sie bei einer Auslands- oder Reisekrankenversicherung einreichen können. Wenn Sie im Ausland für einen deutschen Arbeitgeber arbeiten oder umgekehrt, gelten zusätzlich die Regeln des jeweiligen Sozialversicherungsabkommens; klären Sie das mit Ihrer Personalabteilung.

Praktische Tipps für den Alltag

Melden Sie sich am ersten Tag vor Arbeitsbeginn krank, schriftlich, damit Sie es belegen können. Lesen Sie im Arbeitsvertrag nach, ab welchem Tag eine Bescheinigung verlangt wird. Bewahren Sie Ihr Exemplar der Bescheinigung auf. Kümmern Sie sich um eine Folgebescheinigung spätestens am letzten Tag der laufenden. Und wenn Sie unsicher sind, was ein deutsches Dokument bedeutet: Die Ärztin oder der Arzt in der Videosprechstunde erklärt es Ihnen in Ihrer Sprache.

Wann Sie sofort Hilfe brauchen

  • Atemnot, Brustschmerz, plötzliche Lähmungen oder Sprachstörungen, starke Blutungen, Bewusstlosigkeit: Notruf 112, kostenlos, rund um die Uhr, auch auf Englisch
  • Hohes Fieber, das nicht sinkt, oder Fieber mit Nackensteife und Ausschlag
  • Außerhalb der Sprechzeiten ohne Lebensgefahr: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117

Bei diesen Warnzeichen wählen Sie den Notruf 112. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Eine Videosprechstunde ersetzt in diesen Fällen keine Untersuchung vor Ort.

Quellen

  1. § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz: Anzeige- und Nachweispflichten. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, 2026. Gesetz
  2. § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz: Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, 2026. Gesetz
  3. § 44 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch: Krankengeld. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, 2026. Gesetz
  4. § 48 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch: Dauer des Krankengeldes. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de, 2026. Gesetz
  5. Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie (AU-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA), 2024. Leitlinie
  6. Urteil 5 AZR 149/21: Beweiswert einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach Kündigung. Bundesarbeitsgericht, 2021. Gesetz
  7. (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä), § 7 Abs. 4. Bundesärztekammer, 2024. Leitlinie
  8. Tuckson RV, Edmunds M, Hodgkins ML. Telehealth. New England Journal of Medicine, 2017. DOI: 10.1056/NEJMsr1503323 Übersichtsarbeit

Alle Quellen wurden bei der ärztlichen Prüfung abgerufen. Studien sind mit DOI verlinkt, Leitlinien und Gesetze in der aktuellen Fassung.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann brauche ich in Deutschland eine Krankschreibung?

Gesetzlich spätestens, wenn die Krankheit länger als drei Kalendertage dauert; die Bescheinigung muss dann am vierten Tag vorliegen. Viele Arbeitsverträge verlangen sie ab dem ersten Tag, das ist zulässig. Unabhängig davon müssen Sie sich am ersten Tag vor Arbeitsbeginn krankmelden, per Telefon, E-Mail oder wie im Betrieb üblich. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag oder fragen Sie die Personalabteilung.

Wie viele Krankheitstage habe ich pro Jahr?

Es gibt kein Kontingent. Deutschland kennt keine „sick days“, die aufgebraucht werden. Solange eine Ärztin oder ein Arzt Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, sind Sie krank und erhalten für jede Erkrankung bis zu sechs Wochen Ihr volles Gehalt weiter. Krankheitstage werden nicht vom Urlaub abgezogen; werden Sie im Urlaub krank und lassen sich krankschreiben, werden die Tage gutgeschrieben.

Wer zahlt mein Gehalt, wenn ich krank bin?

Ihr Arbeitgeber zahlt in den ersten sechs Wochen jeder Erkrankung 100 Prozent des Gehalts, sofern Sie seit mindestens vier Wochen im Unternehmen sind. Dauert die Krankheit länger, zahlt Ihre gesetzliche Krankenkasse Krankengeld: 70 Prozent des Bruttogehalts, höchstens 90 Prozent des Nettogehalts, für bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren wegen derselben Erkrankung. Privatversicherte haben je nach Tarif ein Krankentagegeld vereinbart.

Muss ich meinem Arbeitgeber sagen, was ich habe?

Nein. Auf der Ausfertigung für den Arbeitgeber stehen nur Beginn, voraussichtliche Dauer und ob es sich um eine Erst- oder Folgebescheinigung handelt. Die Diagnose steht nur auf Ihrem Exemplar und auf dem für die Krankenkasse. Fragen des Arbeitgebers nach der Erkrankung müssen Sie nicht beantworten. Er darf lediglich bei begründeten Zweifeln eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst veranlassen.

Ist eine Online-Krankschreibung per Video in Deutschland gültig?

Ja. Das Gesetz verlangt eine ärztliche Bescheinigung, keine Untersuchung vor Ort, und die Berufsordnung erlaubt seit 2018 die Behandlung per Video. Eine von einer approbierten Ärztin oder einem approbierten Arzt nach einer Videosprechstunde ausgestellte Bescheinigung gilt gegenüber dem Arbeitgeber wie jede andere. Bei OpenClinic24 erhalten Sie sie als PDF, auf Deutsch ausgestellt, mit Erklärung in Ihrer Sprache.

Wie reiche ich die Bescheinigung ein, wenn ich gesetzlich versichert bin?

Für Bescheinigungen aus Kassenpraxen läuft die Meldung seit 2023 elektronisch: Die Praxis übermittelt an die Kasse, der Arbeitgeber ruft die Daten ab. Privatärztliche Bescheinigungen, auch von OpenClinic24, sind nicht Teil dieses Verfahrens; Sie senden die Arbeitgeber-Ausfertigung selbst an die Personalabteilung, meist per E-Mail als PDF. Für Krankengeld nach sechs Wochen sollten Sie die Bescheinigung auch Ihrer Kasse schicken.

Kann ich während der Krankschreibung gekündigt werden?

Deutschland kennt kein Kündigungsverbot während der Krankheit; eine Kündigung ist möglich, aber die Krankheit selbst ist kein zulässiger Grund, außer bei langfristigen, wiederholten Erkrankungen mit negativer Prognose unter engen Voraussetzungen. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten und nach sechs Monaten Zugehörigkeit gilt das Kündigungsschutzgesetz. Eine Krankschreibung, die genau die Kündigungsfrist abdeckt, kann laut Bundesarbeitsgericht angezweifelt werden.

Ich bin nur befristet in Deutschland oder habe keine deutsche Krankenversicherung. Was gilt?

Die Pflicht zur Krankmeldung und zur Bescheinigung gilt für jedes Arbeitsverhältnis in Deutschland, unabhängig von Nationalität oder Versicherung. Die Videosprechstunde bei OpenClinic24 ist eine privatärztliche Leistung, die Sie selbst zahlen; eine deutsche Versicherung ist nicht nötig. Sie erhalten eine Bescheinigung und eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte, die Sie bei einer Auslandsversicherung einreichen können.

Über den Autor

Adi Zoabi MD

Arzt. Approbation als Arzt.

Adi Zoabi MD ist approbierter Arzt und behandelt bei OpenClinic24 per Videosprechstunde.

  • Videosprechstunde

Medizinisch geprüft von Adi Zoabi MD, Approbation als Arzt, am 23. September 2026.

Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt, in Notfällen an den Notruf 112.

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